Feuermelder Mai Drucken E-Mail

Die Pressestelle der

Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim informiert:

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Der FEUERMELDER

 

Im Monat Mai 2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim (FFU) zu insgesamt 67 Einsätzen angefordert. Diese teilten sich dabei wie folgt auf:

3 Brandbekämpfungen

12 Technische Hilfeleistungen

2 Verkehrsunfälle

1 Ölspurbeseitigung

6 Türöffnungen

1 Wasserschaden

1 Taucheinsatz

1 Tierrettung

1 Insekteneinsatz

8 Alarme durch Brandmeldeanlagen

31 First Responder Einsätze

 

Am 16.05.2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim gegen 08:20 Uhr auf den Betriebshof einer Spedition in der Siemensstraße gerufen. Dort hatte der Inhalt eines großen Presscontainers (ca. 20 m³), in dem Kartonagen entsorgt werden, Feuer gefangen. Da die Kartonagen durch die integrierte Presse jedoch sehr stark verdichtet wurden, stand nach Öffnen des Containers schnell fest, dass für eine effektive Brandbekämpfung der gesamte Inhalt ausgeleert werden muss. So rückte kurzerhand eines der beiden Wechselladefahrzeuge zur Einsatzstelle nach, während in der Zwischenzeit die ersten Löschmaßnahmen eingeleitet wurden. Mit Hilfe des Wechselladefahrzeuges wurde nun der Containerinhalt im Hof der Spedition ausgeleert. So konnte der gesamte Inhalt auf eine große Fläche verteilt und mittels eines CAFS-Rohrs (Druckluftschaum) binnen kürzester Zeit abgelöscht werden. Nachdem die abschließende Kontrolle mit einer Wärmebildkamera keine Glutnester mehr zeigte, konnten die Kräfte nach rund einer Stunde wieder einrücken.

 

Mit einem fremden Federbett wollte sich wohl eine Taube am 24.05.2011 in einem Bettengeschäft in der Landshuter Straße schmücken. Während das Tier über den Eingang in den Verkaufsraum mehr oder minder freiwillig hinein flog, wollte es diesen nicht ohne Weiteres wieder verlassen. Scheinbar fand die Taube Gefallen an den fremden Federn in den vielen Bettdecken und Kopfkissen, da sämtliche Versuche der Angestellten, den gefiederten Besucher zum Verlassen des Verkaufsraumes zu bewegen, scheiterten. In diesem langwierigen Duell riefen sich die Angestellten schließlich die Feuerwehr zur Hilfe. Doch auch erst nach halbstündiger Taubenjagd quer durch das ganze Geschäft gelang es den Kräften der FFU, das Tier mit einem Kescher einzufangen und unverletzt in die Freiheit zu entlassen. Eine Einkaufstour, die wohl allen Beteiligten in Erinnerung bleiben wird.

 

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Todesopfern wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim zusammen mit der Nachbarwehr aus Eching am 25.05.2011 gegen 01:00 Uhr auf die A 92 in Fahrtrichtung Deggendorf gerufen. Auf Höhe des Autobahnkreuzes Neufahrn kam dem Fahrer eines LKW´s während dem Überholvorgang eines anderen LKW´s plötzlich ein in falscher Fahrtrichtung fahrender Mercedes-Sprinter entgegen. Aufgrund des noch andauernden Überholvorgangs konnte der Zusammenprall nicht mehr verhindert werden. Hierbei wurde der LKW-Fahrer schwer verletzt und im Fahrerhaus eingeklemmt. Der Mercedes-Sprinter des Geisterfahrers wurde im Bereich des Fahrerraumes auf Grund der enormen Wucht des Aufpralls regelrecht zerfetzt - der Geisterfahrer war auf der Stelle tot. Trotz der schnellen Rettung aus dem LKW durch die Freiwillige Feuerwehr Eching und der sofort eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen durch den Rettungsdienst, welche von den First Respondern der FFU mit dem Wiederbelebungsgerät „LUCAS 2“ unterstützt wurden, erlag auch der LKW-Fahrer noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer des überholten LKW´s kam mit einem leichten Schock davon. Für die gesamte Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Eching ausgeleuchtet, der Brandschutz sichergestellt und gegen den nachfolgenden Verkehr abgesichert. Mit Tagesanbruch gegen 05:15 Uhr rückten die letzten Kräfte der FFU wieder ein.

 

Am Abend des 26.05.2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim kurz nach einem Gewitter in ein Geschäftshaus in der Max-Plank-Straße gerufen. Dort war während des Gewitters ein Blitz eingeschlagen. Der Hausverwalter nahm kurze Zeit später eine leichte Rauchentwicklung im Dachgeschoss wahr, konnte jedoch keine Flammen sehen und rief vorsichtshalber die Feuerwehr. Bei der Kontrolle durch die FFU stellte man fest, dass durch den Blitzschlag eine im Dachstuhl befindliche Stromverteilerdose und eine Leuchtstoffröhre explodiert waren und die freiliegenden Drähte der Stromleitung von der Decke hingen. Nachdem sichergestellt wurde, dass die Stromleitung spannungsfrei ist, wurde im Bereich der beschädigten Leuchtstoffröhre die Dachisolierung entfernt und mittels Wärmebildkamera auf mögliche Glutnester kontrolliert. Diese Kontrolle verlief negativ, woraufhin die Einsatzstelle an den mittlerweile eingetroffenen Eigentümer des Gebäudes übergeben werden konnte.

 

 

!!! Notruf für die Feuerwehr 112 !!!

Text: M. Meyer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – 07.06.2011