| Feuermelder Juli |
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Die Pressestelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim informiert: ----------------------------------------------------------------------------------------- Der FEUERMELDER
Im Monat Juli 2011 wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim (FFU) zu insgesamt 63 Einsätzen angefordert. Diese teilten sich dabei wie folgt auf: 2 Brandbekämpfungen 12 Technische Hilfeleistungen 2 Verkehrsunfälle 4 Ölspurbeseitigung 2 Türöffnungen 1 Wasserschaden 2 Taucheinsätze 1 Insekteneinsatz 7 Alarme durch Brandmeldeanlagen 1 Transport der Besatzung des Rettungshubschraubers 29 First Responder Einsätze
Am 01.07.2011 wurde die Taucherstaffel der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim gegen 15:00 Uhr an den Isarkanal nach Unterföhring alarmiert. Ein Münchner Rentner war auch nach einigen Stunden nicht vom Blumen pflücken in der Nähe des Isarkanals zurück gekommen, weswegen die Angehörigen sich auf die Suche nach ihm machten. So fanden sie kurz vor 15 Uhr sein abgestelltes Auto sowie seine Schuhe samt Socken am Rand des Isarkanals und bemerkten zudem Schleifspuren im Uferbereich, die ins Wasser führten. Da sie befürchteten, dass der Rentner in den Isarkanal gefallen war, setzten sie die Rettungskette in Gang. Neben der Taucherstaffel der FFU und den Kräften der FF Unterföhring machten sich auch der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr München, die Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht und zwei Hubschrauber auf den Weg nach Unterföhring. Die sofort eingeleitete Suche mittels Booten blieb jedoch ergebnislos. Von der Einsatzleitung wurden parallel Spürhunde der Polizei und der FF Aschheim eingesetzt. So wurde von den Booten aus durch mehrere Hunde der gesamte Flussverlauf bis zum Speichersee abgesucht. Obwohl die Hunde an mehreren Stellen unabhängig voneinander angeschlagen hatten, musste die Suche nach rund fünf Stunden ergebnislos abgebrochen werden, da die hohe Strömungsgeschwindigkeit (ca. 4 Meter pro Sekunde) und das zahlreiche Treibgut einen Einsatz von Tauchern unmöglich machte. Einen Tag später wurde von einem Mitarbeiter eines Energiekonzerns der im Wasser treibende Leichnam des Rentners an einem Wehr in der Nähe des Speichersees gefunden.
Zu einem Verkehrsunfall wurden die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim am 17.07.2011 gegen 11:00 Uhr auf die B 13 alarmiert. Im Kreuzungsbereich zur A 92 waren insgesamt drei PKW zusammengestoßen, wobei zwei Personen verletzt wurden. Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst, der vom First-Responder-Team der FFU bei der medizinischen Versorgung der Verletzten unterstützt wurde, forderte jedoch auf Grund der Anzahl und auch der Schwere der Verletzungen bei einem der Patienten einen weiteren Rettungswagen sowie einen Rettungshubschrauber an. Hinsichtlich der bevorstehenden Landung des Rettungshubschraubers und der auslaufenden Betriebsstoffe bei den Unfallfahrzeugen entschied sich das First-Responder-Team, die Feuerwehr zur Verkehrsabsicherung und Fahrbahnreinigung nachzufordern. Diese rückte bereits kurze Zeit später aus. Da in unmittelbarer Nähe kein geeigneter Landeplatz für den im Landeanflug befindlichen Rettungshubschrauber gefunden werden konnte, war es kurzer Hand erforderlich, den Kreuzungsbereich für den Verkehr komplett zu sperren. Zeitgleich wurden die auslaufenden Betriebsstoffe gebunden und aufgenommen und der Brandschutz an der Einsatzstelle sichergestellt.
Ein Feuerlöscher unterbrach am 22.07.2011 gegen 03:30 Uhr jäh die Nachtruhe von 15 Floriansjüngern der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim. Am Rathausplatz stellten die Bewohner eines als Einkaufszentrum und Wohnhaus genutzten Gebäudes eine enorme Rauchentwicklung im Bereich der Wohnungseingänge fest und riefen daraufhin die Feuerwehr. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr stellte sich die vermeintliche Rauchwolke jedoch rasch als einen schlechten Scherz heraus. So hatten Unbekannte einen Pulverfeuerlöscher in diesem Bereich ausgelöst, was zu einer großen Pulverwolke führte. Die ebenfalls alarmierte Polizei konnte trotz sofort eingeleiteter Nahbereichsfahndung keine verdächtigen Personen feststellen. Nachdem die restlichen Pulverschwaden mit Hilfe eines Überdrucklüfters auch aus dem Treppenhaus geblasen worden waren, konnte die Einsatzstelle nach einer halben Stunde wieder verlassen werden.
Viel Arbeit und wenig Schlaf hatten die diensthabenden First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim in der Nacht vom 22. auf 23.07.2011. So wurden sie im Zeitraum zwischen 18:30 Uhr und 05:00 Uhr zu insgesamt fünf Einsätzen alarmiert, um noch vor Eintreffen des Rettungswagens oder Notarztes schnelle Erste Hilfe zu leisten. Ziel des First-Responder-Systems ist es, das sogenannte „therapiefreie Intervall“, also den Zeitraum zwischen Eintritt des Geschehens und Eintreffen des ersten Rettungsmittels, möglichst kurz zu halten und schnellstmöglich lebensrettende Sofortmaßnahmen (z.B. Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Defibrillation) einzuleiten. So treffen die beiden Unterschleißheimer First-Responder-Fahrzeuge der FFU, welche 365 Tage rund um die Uhr durch speziell ausgebildete Helfer besetzt sind, bereits rund 3-4 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort ein und sind somit durchschnittlich 5 Minuten schneller als der reguläre Rettungsdienst. In dieser Nacht wurden sie beispielsweise zu einer akuten Atemnot, einer schweren allergischen Reaktion, einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt und zu einem Fenstersturz gerufen.
!!! Notruf für die Feuerwehr 112 !!! Text: M. Meyer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – 07.08.2011 |






