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Bericht zur Entwicklung unseres Übungsplatzes aus 2000:
Am 31.05.1999 stellten wir den Antrag für einen zusätzlichen Feuerwehrübungsplatz mit Lagermöglichkeit für u.a. Industrieanlagenteile, einen 15.000 l Tankzug und einiges mehr. Hiermit war beabsichtigt, eine zentrale Lagerfläche für Übungsanlagenteile und praxisbezogene Übungsvoraussetzungen zu schaffen. Die Nähe unseres derzeitigen Übungsplatzes am Gerätehaus, insbesondere zum Hotel Victor's und der Wohnbebauung, führte aufgrund des übungsbedingten Geräuschpegels immer wieder zu Beschwerden.

(Bild rechts: Gelände im Juli 1999)
Dank des persönlichen Engagements unseres Bürgermeisters Rolf Zeitler erhielten wir bereits am 24.06.1999 die schriftliche Zusage, das neue Übungsgelände für unsere Bedürfnisse herrichten zu können. So haben wir noch 1999 ca. 3.500 m³ Erdreich, Rotlage, Bauschutt und Sperrmüll abtransportiert und ca. 1.200 m³ Verfüllmaterial (Kies) wieder eingebaut, sowie einen Metallzaun am angrenzenden Wertstoffhof aufgestellt und erste übungsobjektbezogene Baumaßnahmen durchgeführt.
Nachdem diese Arbeiten von der Feuerwehr in Eigenleistung, überwiegend mit unserem Abroller und Bauhofmaschinen bewältigt wurden, konnten der Stadt bisher ca. 100.000,-- DM gespart werden. Wir beabsichtigen weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten und der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel (Haushaltsantrag 2000 mit 35.000,-- DM) den Übungsplatz Zug um Zug mit nachfolgend beschriebenen Übungsbauteilen und Übungsteilflächen auszubauen.
1.Aufbau eines aus "See-Containern" bestehenden "Brandhauses"
Hiermit soll eine realistische Übungsmöglichkeit für Atemschutzgeräte entstehen, in dem die Mannschaft nicht erst im gefahrträchtigen Einsatz erlebt, was hohe Brandtemperaturen, schlechte Sicht und damit Orientierungslosigkeit bedeutet. Der sparsame Umgang mit Löschwasser und damit eine optimierte Löschtechnik und -taktik ist ein weiterer wichtiger Bestandteil dieses Objektes. Um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, wird als Brandgut unbehandeltes Holz verwendet, zur eventuell zusätzlichen Wärmeerzeugung sind vorhandene Propanbrenner vorgesehen und zur notwendigen Verrauchung kommt die ebenfalls bereits vorhandene Nebelmaschine zum Einsatz. Das anfallende Löschwasser soll in das Entwässerungssystem vom Wertstoffhof eingeleitet werden und kann somit zu keiner Boden- oder Grundwasserverunreinigung führen.
2.Teilfläche (Ca. 800 m²) für Einzelübungen und Schaumübungen Auf dieser Fläche sollen beispielsweise Verkehrsunfälle nachgestellt und die Personenrettung geübt werden. Unfälle mit Gefahrgütern (z.B. transportable Industrieanlagenteile, Tankzug, Bundesbahnkesselwagen usw.) sollen realistisch nachgestellt werden. Die Einsatzvielfalt unserer Feuerwehr zeigt uns stetig, dass wir hierfür gerüstet und ausgebildet sein müssen. Damit eventuell auslaufendes Getriebeöl oder Restkraftstoff sowie der im Ernstfall und damit auch übungsmäßig notwendige Löschschaum zu keiner Bodenverunreinigung führt, muss die Fläche versiegelt und entwässert werden. Auch hier bietet sich die Entwässerung der Teilfläche in das Auffangsystem des Wertstoffhofes an.
3.Bahnanlagen mit Kesselwagen Durch die Umstrukturierung der Bundesbahn in die Deutsche Bahn AG fällt nun auch der gesamte abwehrende Brandschutz sowie die technische Hilfeleistung bei Bahnunfällen in den Aufgabenbereich der örtlich zuständigen Feuerwehr. Aus diesem Grunde haben wir ein Gleisstück mit einem Kesselwagen der Deutschen Bahn AG (Fassungsvermögen 36.000 l) und einem Oberleitungsteil im Übungsplatz integriert. Wir wollen damit möglichst gefahrlos u.a. die Probleme mit Auffangmöglichkeiten im Bereich vom Schotterbett, der Kesselwagenanschlüsse sowie Gefahren durch Oberleitung und das Bahnerden aufzeigen und üben können.
4.Feuerlösch- und Übungsbrunnen Der Feuerlösch- und Übungsbrunnen soll als Wasserentnahmestelle bei Bränden am Wertstoffhof dienen, wozu er bereits Verwendung fand, und als Übungsobjekt bei Maschinistenausbildung und zu allgemeinen Feuerlöschübungen dienen. Die technischen Daten des Löschbrunnens:
- Tiefe 6 m
- Wasserstand 3,5 m
- Betonrohrdurchmesser 2 m
- Wasserentnahme über Schachtabdeckung und Saugleitung oder über Überflur-Sauganschluss nach DIN 14244
5.Grundbeleuchtung für den Übungsplatz Die notwendige Grundbeleuchtung am Übungs- und Lagerplatz wird über einem 14 m-Mast mit 3 Stück ca. 1.000 Watt Scheinwerfern gewährleistet. Damit sind auch Übungsvorbereitungen in den Abendstunden ohne Zusatzbeleuchtung möglich und lassen realistischen Einsatzübungen freie Möglichkeiten.
6.Tiefbaugrube Um Tiefbauunfälle realistisch und relativ gefahrlos nachstellen und damit üben zu können, ist eine Tiefbaugrube (Grube ca. 6 m x 3 m und 2,50 m tief, mit den entsprechenden Schalungsteilen) eine gute und zweckmäßige Bereicherung des ausbaufähigen Übungshofes und soll noch bis Ende 2000 eingebaut werden. Als Grundlage dient hierzu die Tiefbaugrube der Staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg.
7.Restfläche als Verkehrs- und Lagerfläche Diese Fläche ist notwendig, um am Übungsplatz rangieren und bewegliche Übungsanlagenteile lagern zu können. Die damit verbundene Fläche wird daher entsprechend der Genehmigungsfähigkeit eventuell asphaltiert oder zumindest mit Rasengittersteinen befestigt. Die Entwässerung soll ökologisch durch die umlaufende Grünpflanzung als Oberflächenentwässerung realisiert werden.
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